Wenn Prozesse ins Stocken geraten, liegt in den seltensten Fällen ein Sachproblem zugrunde. Wenn der Abteilungsleiter fragt: „Schon wieder ein neues Tool?”, und die junge Kollegin wissen will: „Warum überhaupt noch E-Mail?”, dann haben beide recht – und blockieren sich gegenseitig. Was beiden fehlt, ist ein gemeinsames Verständnis. Solange diese Unterschiede unsichtbar bleiben, werden Meetings länger, Entscheidungen zäher und die Umsetzung teurer.
Doch genau dort, im Dazwischen, entstehen auch Durchbrüche.
Wer Brücken baut statt Gräben aushebt, verwandelt Spannungen in Sprungkraft. 25 Jahre als Storyteller, Copy- und Ghostwriter haben mir gezeigt: Aktives Zuhören macht hörbar, was zwischen den Zeilen steht. Präzise Fragen führen Perspektiven zusammen, bis ein belastbares Arbeitsnarrativ entsteht: ein gemeinsames Bild der Lage, das Orientierung bietet und Entscheidungen trägt. Das Ergebnis ist keine „Story“, die gut klingt, sondern Verständigung, die wirkt.
Ob Digitalisierung, Einführung von Künstlicher Intelligenz, Generationenwechsel oder veränderte Marktbedingungen – in solchen Übergangsphasen lohnt es sich, die im Unternehmen wirksamen Geschichten genauer zu betrachten. Sie beeinflussen Entscheidungen oft stärker, als im Alltag sichtbar wird.
Gerne übernehme ich in den Anfangsstadien von Projekten und Veränderungsprozessen für einen begrenzten Zeitraum die Verantwortung für Kommunikation und Verständigung. Im weiteren Verlauf übersetze ich zwischen unterschiedlichen Perspektiven, kläre Rollen und Entscheidungslogiken.
Es geht darum, Verständigung herzustellen, nicht nur Botschaften zu senden. Unterschiedliche Deutungen werden sichtbar, Positionen verständlich gemacht und Begriffe geklärt, bis ein gemeinsames Vokabular entsteht. So sprechen alle über dasselbe, bevor Entscheidungen getroffen oder weitere Schritte unternommen werden.
In den frühen Phasen von Veränderungsprozessen ist nicht die schnellste Lösung entscheidend, sondern Klarheit und Orientierung. Entscheidungssituationen werden so gestaltet, dass Annahmen, Rollen und Kriterien klar benannt sind. Dadurch basieren Entscheidungen auf einem soliden Fundament und nicht auf Missverständnissen.
Sichere und kompakte Klärungsräume sind ein wichtiger Bestandteil effektiver und effizienter Prozesse. In ihnen werden widersprüchliche Perspektiven zusammengeführt, stiller Dissens aufgearbeitet und Kompetenzen im Team gestärkt. Im besten Fall entstehen dabei zwei Dinge: ein klarer nächster Schritt und mehr Können.
Kommunikation ist das Nervensystem Ihres Unternehmens. Sie verbindet und sendet Impulse. Und manchmal gerät sie ins Stocken:
„Das ist technisch nicht umsetzbar.“ „Das interessiert den Kunden nicht.“ „So haben wir das noch nie gemacht.“ Drei Aussagen, drei Perspektiven, jede für sich nachvollziehbar. Und doch: Das Meeting endet ohne Ergebnis. Vier Wochen später dieselbe Diskussion.
Verständigung bedeutet, die Sache so zu beschreiben, dass alle über dasselbe sprechen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Achtsames Zuhören macht hörbar, was sonst zwischen den Zeilen verborgen bleibt. Präzise Fragen klären, was wirklich gemeint ist, und nicht nur, was gesagt wird. Das Ergebnis: Alle wissen, worum es geht, worüber entschieden wird und was als Nächstes passiert.
Arbeitsnarrative sind keine Außendarstellung. Sie sind ein gemeinsames Lagebild, das im Alltag trägt und in Veränderungssituationen entscheidende Fragen beantwortet:
Unternehmen entwickeln solche Narrative ohnehin, allerdings meist unbewusst. Die systematische Nutzung erfolgt in drei Schritten: Sammeln, Klären und Verdichten. Zunächst werden die relevanten Stimmen zusammengetragen: Erlebnisse, Beobachtungen und Sichtweisen. Dann wird getrennt, was Daten sind und was Deutung ist, sowie welche Annahmen still mitlaufen.
Schließlich entsteht ein Arbeitsnarrativ, das die Situation klar beschreibt, Spannungen offen anspricht, anstatt sie zu kaschieren, und dennoch eine gemeinsame Ausrichtung ermöglicht.
Das Ergebnis ist keine „Einigkeit um jeden Preis“, sondern ein Lagebild, das fundierte Entscheidungen unterstützt.
Vorher: E-Mails, die nicht beantwortet werden, Meetings, in denen geschwiegen wird.
Nachher: Fragen werden gestellt, weil klar ist, dass sie gehört werden.
Die Identität eines Unternehmens zeigt sich in seinen Geschichten. Nicht in Hochglanzbroschüren, sondern in den Erzählungen der Mitarbeitenden in sämtlichen Facetten. Diese tief verwurzelten Überzeugungen beeinflussen jede Entscheidung.
Als Storyarchitekt helfe ich dabei, diese Narrative für die interne Orientierung, den Wissenstransfer und die Verhaltenskalibrierung nutzbar zu machen. Das Ziel ist Kohärenz: Wenn Menschen verstehen, wie ihre Arbeit ins Gesamtbild passt, entsteht Verbindlichkeit.
Aus „Warum machen wir das eigentlich?“ wird „Das ist mein Beitrag zum Ganzen.“ Einige Formate und Werkzeuge:
Verborgene Narrative werden aufgespürt und Widersprüche bewusst genutzt, anstatt sie aufzulösen. Das Ergebnis sind Werkzeuge für eine gemeinsame Orientierung.
Im Content Hub warten erprobte Strategien, Praxistools und Erfolgsgeschichten auf Sie.
Die Lage ist zumeist komplex: Digitalisierung, neue Anforderungen, neue Arbeitsweisen. Die Lösung muss es jedoch nicht sein. Entscheidend ist, Gegensätze zu verbinden, damit Wachstum trägt.
In unsicheren Phasen ist Strategie vor allem eine Entscheidungsarchitektur.
Dabei werden Perspektiven aus Technologie, Markt und Organisation miteinander verbunden, Kompromisse transparent dargestellt und vorschnelle Lösungskaskaden vermieden. Nicht jedes Problem erfordert sofort eine Lösung; manche brauchen zunächst eine präzise Beschreibung.
„Die KI ist da, jetzt müssen wir nur noch die Leute mitnehmen.“ So beginnen viele Projekte – und scheitern genau daran. Denn der Faktor Mensch entscheidet nicht erst bei der Einführung, sondern bereits bei der Entscheidungsfindung. Vor jedem Beginn von Digitalisierungs-, Automatisierungs- oder KI-Projekten sollten einige Fragen beantwortet werden:
Erst wenn diese Punkte geklärt sind, sind Implementierung und Kulturarbeit sinnvoll. Diese Klärung bietet sowohl Führungskräften als auch Mitarbeitenden Orientierung. Wer erkennt, worum es geht und wie der eigene Beitrag ins Gesamtbild passt, kann aktiv wirken, statt abzuwarten. Wer die Werkzeuge versteht, kann sie selbst gestalten, anstatt sie nur zu bedienen. Das ist der Unterschied zwischen Abhängigkeit und Wirksamkeit!
Die Arbeit erfolgt auf drei Ebenen:
Wer zu schnell Lösungen präsentiert, muss später unter Umständen teuer nachkorrigieren. Transformationen gelingen, wenn Menschen sie aktiv mitgestalten, statt sie nur als Zuschauer zu begleiten.
Jede Veränderung wirft Fragen auf. Wohin geht die Reise? Was bleibt? Was wird von mir erwartet? Wer diese Fragen nicht beantworten kann, beginnt abzuwarten. Engagement sinkt, und Gerüchte füllen das Vakuum.
Ob Restrukturierung, Kulturwandel oder digitale Transformation: Ich begleite nicht den gesamten Prozess, sorge aber in der Frühphase für Klarheit: Was ist das Problem? Wer entscheidet was? Was meinen die einzelnen Seiten eigentlich? Das Ergebnis dokumentiere ich und übergebe es zur Umsetzung.
Informationen und Prozessabläufe im Content Hub.
Sichere und kompakte Räume für Verständigung, Klärung und Kompetenzaufbau schaffen ideale Bedingungen, damit gleichzeitig ein klarer nächster Schritt und mehr Kompetenzen im Team entstehen.
Jede Veränderung benötigt Raum für Fragen, Zweifel und Aha-Momente. Dieser Raum liegt abseits des Tagesgeschäfts, bleibt jedoch nah an der Realität. Mit einer systemischen Haltung und aktivem Zuhören gestalte ich Lern- und Verständnisräume, in denen Menschen sich verstanden fühlen und zu Wort kommen; in Präsenz und im direkten Austausch.
Praxis bedeutet auch, zuerst Klarheit zu schaffen, bevor Entscheidungen getroffen werden. In Workshops bündeln wir Zeit, Aufmerksamkeit und unterschiedliche Perspektiven, damit die Organisation anschließend effektiv weiterarbeiten kann.
Für produktive Meetings sind eine klare Struktur und eine neutrale Moderation unerlässlich. Strategieworkshops profitieren von kompetenter Begleitung, um Entscheidungen vor unfruchtbaren Diskussionen und Missverständnissen zu schützen.
Die Moderation folgt einem einfachen Prinzip: Zuerst wird die Entscheidungssituation sorgfältig aufgebaut, anschließend werden die Optionen gesammelt und bewertet. Das schafft Transparenz und verhindert zeitraubende Schleifen. Während Sie sich auf die Inhalte konzentrieren, übernehme ich die Strukturierung des Prozesses: Sammeln, Clustern und Visualisieren.
Methoden wie Appreciative Inquiry, World Café oder narrative Formate sind Werkzeuge und keine Show. Sie kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie dem Ergebnis nützen.
„Ob Management-Retreat oder Strategieklausur – ich schaffe den professionellen Rahmen für Ihre besten Ideen.“
Ob Impuls, Training oder Facilitation – das Angebot bleibt einheitlich: praxisnah, respektvoll, anschlussfähig. Einige Beispiele:
AI Literacy, Augmented Intelligence, Ethik, kritisches Denken. Orientierung und sichere Anwendung, passend zur Rolle im Unternehmen.
Wenn Technik, Fachbereich und Management aneinander vorbeireden, ist Übersetzung gefragt. Da helfen nicht noch mehr Folien!
Feedbackkultur, wertschätzende Mitarbeitergespräche, interne Kommunikation. Storytelling als Führungsinstrument.
Creative Writing als Denkschule, Perspektivwechsel und zur Erschließung neuer Denk- und Möglichkeitsräume. Konkrete Methoden für Ideenfindung und Problemlösung.
Stillstand entsteht selten durch fehlendes Wissen. Häufiger fehlt ein gemeinsames Verständnis. Die unterschiedlichen Sichtweisen sind zwar plausibel, aber nicht anschlussfähig. An Schnittstellen entsteht Reibung, zum Beispiel zwischen Technik und Markt, zwischen Führung und Alltag oder zwischen Tradition und Innovation.
Brückenbau bedeutet für mich, diese Unterschiede so zu übersetzen und zu ordnen, dass Teams wieder über dasselbe sprechen können. Mit Storyarchitektur meine ich nicht, „schöne Geschichten” zu konstruieren, sondern die bereits wirkenden Geschichten im Unternehmen sichtbar zu machen. Welche Annahmen werden dabei mitgetragen? Welche Worte haben unterschiedliche Bedeutungen? Welche entscheidenden Spannungen werden vermieden? Und wie könnte ein gemeinsames Zukunftsnarrativ aussehen?
Der Hintergrund: 25 Jahre Erfahrung in Briefings erklärungsbedürftiger Produkte und Dienstleistungen, stets nah an den Bereichen Entwicklung, Technik und Marketing. Diese Erfahrung hilft mir, Muster frühzeitig zu erkennen und Fachlogiken zu verbinden, sodass Gespräche wieder Orientierung bieten. Das Prinzip „Sowohl-als-auch“ ist für mich keine bloße Haltung, sondern eine Arbeitsweise. Effizienz und Menschlichkeit, Klarheit und Ehrlichkeit, Wachstum und Verwurzelung – ich nutze Gegensätze produktiv, anstatt sie zu ignorieren.
Meine Begleitung bleibt dabei klar umrissen: Klärung, Übersetzung und Strukturierung, während die Verantwortung im System verbleibt.
Aus vielen Stimmen eine präzise, faire und anschlussfähige Verdichtung erstellen.
Der Name i-hoch-4 steht für vier Eigenschaften, die meine Arbeit seit 2001 prägen.
Mit- und Vorausdenken als Grundprinzip. Klarheit entsteht, wenn Daten, Annahmen, Deutungen und Konsequenzen getrennt werden, bevor Stillstand einsetzt.
Perspektivwechsel mit Substanz. Nicht mehr Ideen, sondern andere Blickwinkel. Die Frage stellen, die noch nicht gestellt wurde und Optionen sichtbar machen, die vorher nicht auf dem Tisch lagen.
Jede Situation ist anders. Kein Programm von der Stange, sondern nach an der Realität mit genau der Struktur, die gebraucht wird – nicht mehr, nicht weniger.
Im Dazwischen arbeiten: zwischen Abteilungen, Perspektiven und Fachsprachen. Übersetzen und verdichten, bis alle über dasselbe sprechen und Entscheidungen möglich werden.
Viele Organisationen sind hervorragend darin, effizient zu arbeiten. Viele sind stark darin, menschlich zu sein. Beides gleichzeitig zu erreichen, ist jedoch eine Herausforderung. Es geht um das richtige Maß zwischen Tempo und Sorgfalt, zwischen Technik und Markt, zwischen Führung und Arbeitspraxis.
In solchen Situationen kippt Effizienz schnell in Beschleunigung ohne Richtung. Und Menschlichkeit kippt in Rücksicht ohne Entschlossenheit. Beides ist verständlich. Beides kann kostspielig werden, wenn es sich festfährt.
Darum mache ich Unterschiede sichtbar, kläre Sprache und Begriffe und sorge dafür, dass Situationen so beschreiben werden, dass sie gemeinsam bearbeitet werden können.
Warum ist das geschäftlich für Sie relevant?
Reibung kostet Energie, Stillstand kostet Zeit, und späte Nachjustierungen kosten Vertrauen. Diese Aspekte sind keine „weichen“ Faktoren, sondern führen zu erheblichen Folgekosten. Je früher Klarheit geschaffen wird, desto weniger Nachjustierungen sind später erforderlich.
Wachstum mit Wurzeln bedeutet, Veränderungen so zu gestalten, dass sie dauerhaft Bestand haben. Wachstum, das nur nach oben strebt, verliert den Halt, während Wurzeln, die nur festhalten, Bewegung verhindern. Tragfähig wird es erst, wenn beides miteinander verbunden wird.
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